Edinblog #3: Von Preisträgern und wütenden Stubentigern

Da staunte ich nicht schlecht, als plötzlich meine bessere Hälfte vor mir Stand. Mitten in Edinburgh. Einen Moment den ich wohl nie mehr vergessen werde. Was für eine gelungene Überraschung. Wir verbrachten wunderschöne Tage zusammen und als Höhepunkt durfte ich dann im späteren Verlauf der Woche, noch unter den Wachsamen Augen meiner Freundin, in mein erstes Football-Endspiel steigen.

Erst einmal noch ein paar Schmankerl vom Leben hier in Schottland. Mit den steigenden Temperaturen (+2° Celsius) holt man anscheinen die Trachten aus dem Keller und präsentiert die nicht rasierten Beine in den Strassen der Hauptstadt.  Ich weiss allerdings nicht, ob man mit der Kombination blaue Regenjacke, Faltenjupe, Kniesocken und Timberlands einen Mode-Preis verliehen bekommt. Allerdings reicht es zum Titel „Best gekleideter Nebendarsteller“ auf meinem Blog. Herzliche Gratulation an dieser Stelle!

Der Titel für den bestbekleideten Hauptdarsteller geht – Trommelwirbel – an mich! Und zwar für meine Rolle als wandelnde Schafherde. Voila!

High-Fashion in Schottland. Hinter mir die alten Gardinen von der Oma. (Bild: Ryan Lewis)
High-Fashion in Schottland. Hinter mir die alten Gardinen von der Oma. (Bild: Ryan Lewis)

Dann gibt es hier noch jede Menge alter Gebäude. So alt, dass nicht einmal Fred Feuerstein ohne Renovation einziehen würde. Obwohl einige der Bauten mehr als nur einsturzgefährdet aussehen, wagte ich mich auf Rat der lokalen Tourismusinformantin in einige der Gebäude. In einer Burg aus dem 5. Jahrhundert nach Christof fand ich eine eindrückliche Nachttischlampe. Die will ich euch nicht vorenthalten. Einige Schlauberger behaupten ja, es handle sich um mehrere Lampen, wer genau hinschaut sieht aber eindeutig nur eine grosse Lampe.

Lampception. (Bild: Touristengruppe 24a)
Lampception. (Bild: Touristengruppe 24a)

Nun war er gekommen, der grosse Tag des finalen und kapitalen Spiel gegen den Erz-Rivalen. Bereits drei Tage vorher kam ich kaum noch zu mehr als vier Stunden Schlaf, so nervös war ich. Zu recht. Bereits mit dem ersten Schritt in die Katakomben wird mir die Tragweite dieses Spiels bewusst. Nicht nur eine ganze Universität, oder die Stadt, nein eine ganze Nation schaute an jenem schicksalshaften Sonntag nach Edinburgh. Obwohl diverse TV-Stationen aus allen Winkeln der Welt angereist waren, musste ich die Fans in der Schweiz leider enttäuschen. Zu einem Live-Stream kam es dann doch nicht. Gerüchten zufolge soll der Kater von Ms. Canterburry ein Übertragungskabel zernagt haben. Schade wars. Nichtsdestotrotz startete das Spiel planmässig. Bevor ich fertig war, die Zuschauer von Hand zu zählen, ich war gerade bei 10 angekommen und mir gingen die Finger aus, beorderte mich der Coach auch schon ein erstes Mal aufs Feld. Nun hat also die Stunde des Schweizer Neulings in den Farben der Knights geschlagen, und die Last ruhte auf meinen breiten Schulten wie ein behäbiger Beamter in seinem gefederten Bürostuhl. Trotz der grossen Verantwortung zeigte ich mein bisher bestes Spiel. Da der Gegner nicht ganz so viel Biss hatte wie Canterburrys Stubentiger stand beim Schlusspfiff ein souveräner Sieg unserer Farben auf der Anzeigetafel. Und so streckte ich meinen ersten Pokal im American Football in die Höhe.

Erfolgreicher Wide-Receiver mit Special-Guest und Trophäe (r.). (Bild: instagram.com/flueckch)
Erfolgreicher Wide-Receiver mit Special-Guest und Trophäe (r.). (Bild: instagram.com/flueckch)

Dass ich diesen Moment mit meiner Freundin teilen durfte, bedeutet mir unglaublich viel. Seit ich sie völlig überraschend in Edinburgh antraf, bringe ich ein breites Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht. Ein unbeschreibliches Gefühl…

 

Ich freue mich auf weitere tolle Erlebnisse hier im hohen Norden und wünsche allen in der fernen Heimat eine gute Zeit.

 

Beste Grüsse aus EdinBURRgh!

Euer „Shir Khan“ 

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Kommentare: 3
  • #1

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